Lesemotivations-Montag: Wie Eltern die Lesemotivation ihres Kindes konkret fördern können
- 26. Feb.
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Eltern haben einen nachweislich großen Einfluss auf die Lesebiografie ihres Kindes. Studien zur familiären Lesesozialisation zeigen, dass nicht pädagogische Methoden oder frühe Leistungserwartungen ausschlaggebend sind, sondern eine wertschätzende, unterstützende Haltung gegenüber dem Lesen. Kinder entwickeln dann eine höhere Lesemotivation, wenn Lesen als selbstverständlicher Teil des Alltags erlebt wird. Regelmäßige Lesezeiten in einer entspannten Atmosphäre wirken dabei deutlich motivierender als lange Übungseinheiten unter Zeitdruck. Lernpsychologische Untersuchungen belegen, dass bereits wenige Minuten täglichen Lesens ausreichen, um positive Effekte auf Leseflüssigkeit und Selbstvertrauen zu erzielen.
Besonders wirksam ist es, wenn Eltern das Lesen dialogisch begleiten. Gespräche über Inhalte, Bilder und Figuren fördern nicht nur das Textverständnis, sondern helfen Kindern, dem Gelesenen Bedeutung zuzuschreiben. Gleichzeitig stärken solche Gespräche die emotionale Bindung an Bücher. Aus der Perspektive der Motivationsforschung ist es zudem sinnvoll, Fehler nicht sofort zu korrigieren. Stattdessen könnte man das Kind fragen, ob das zunächst falsch ausgesprochene Wort tatsächlich so ausgesprochen wird. Kinder profitieren davon, wenn sie Zeit bekommen, sich selbst zu verbessern, da dies ihr Kompetenzgefühl stärkt und die Angst vor dem Lesen reduziert. Eine solche fehlerfreundliche Haltung unterstützt nachweislich die intrinsische Motivation und ermutigt Kinder, sich immer wieder auf neue Texte einzulassen.
Wir wünschen euch eine wunderbare Lesezeit!
Quellenhinweise: Die Aussagen dieses Beitrags stützen sich unter anderem auf Forschungen zur Lesesozialisation (Hurrelmann), zur Selbstbestimmungstheorie der Motivation (Deci & Ryan) sowie auf Studien zum dialogischen Lesen (Whitehurst et al.).


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